Pretest VSI

Pretest Virtual Surgery Intelligence 

Die Oberärzte Dr. Patrick House (Fachbereich Epilepsie und Neurologie, Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf Hamburg) und Dr. Hans-J. von Lücken (Kopf- und Halschirurgie, Marienkrankenhaus Hamburg) haben sich am 24.07.2017 in den Räumlichkeiten von apoQlar zusammengefunden, um zum ersten Mal die Funktionen des VSIs in einem Pretest zu testen.

Pretest – Darstellung

Als Erstes ging es um die Qualität der Darstellung der 3-dimensionalen CT/MRT Bilder in der HoloLens. Die Ärzte haben sich zwei unterschiedliche Orbita (Kopf) MRTs im Detail angesehen, gedreht und sind in die einzelnen Schichten eingetaucht. Das eine MRT hat eine Schichtdicke von 1,1 mm und das Andere 0,9mm. Dabei wurden enorme Qualitätsunterschiede festgestellt. Das MRT mit 0,9 Schichtdicke hat sich sowohl von der Darstellungsqualität, als auch von der Performanceschnelligkeit viel beeindruckender und hochwertiger erwiesen als das Andere.

Pretest – Funktionen

Danach haben sich die Ärzte die Funktionen des VSIs genau angeschaut. Diese lassen sich in zwei Hauptkategorien einordnen: Free Mode und Fix Mode.

Free mode

Der Free Mode dient der OP-Vorbereitung, kann aber auch im Patientengespräch und während der OP genutzt werden. Dabei ist das CT/MRT Bild frei in 3D einsehbar, es lässt sich verschieben, drehen, vergrößern und verkleinern. Die wichtigsten Funktionen sind jedoch der Slide und die Onion-Funktion. Diese ermöglichen ein visuelles Eintauchen in einzelnen Schichten des CT/MRT-Bilds. Die Onion-Funktion nimmt einzelne Schichten von außen nach innen weg. So kann man sich Schicht für Schicht zur behandelten Stelle herantasten. Für die Slide-Funktion gibt es eine virtuelle Box (Cube), mit deren Hilfe man durch die Schichten sliden bzw. hineintauchen und das 3D Bild in allen Varianten aufschneiden kann.

Fix mode

Der Fix Mode ist für die Operation selbst konzipiert. Damit kann der Chirurg das 3-dimensionale CT/MRT auf den Patienten platzieren. Mithilfe von Vuforia werden drei virtuelle Landmarker am Kopf gesetzt und das CT/MRT-Bild an diese Stelle projiziert. Auch im Fix Mode kann der Chirurg mithilfe des Sliders in die einzelnen Schichten des CT/MRT eintauchen. Dies ermöglicht ihm einen tiefen Einblick in die Gewebestrukturen des Patienten auch während der Operation.

Die beiden Oberärzte Dr. Patrick House und Dr. Hans von Lücken haben den Fix Mode gegenseitig ausprobiert und dabei das CT/MRT-Bild heller/dunkler/transparenter gemacht und sind mit dem Slider durch einzelnen Schichten gegangen.

Pretest – Sprachsteuerung

Etwa 30% Funktionen lassen sich durch Sprache steuern. Auch das haben die Ärzte testen dürfen und haben festgestellt, dass es deutlich praktischer ist, als Gesten-Steuerung, insbesondere für den OP-Saal. Insgesamt hat die Sprachsteuerung vom technisches Aspekt erstaunlich gut geklappt und wir bei apoQlar konzentrieren uns darauf, es mehr auszubauen.

Pretest – Resümee

Mit der Bildqualität, den Funktionen und der Sprachsteuerung sind wir auf einem sehr guten Wege und konnten die Ärzte beeindrucken. Die Vuforia-Funktion ist jedoch zu kompliziert, daher werden wir uns auf eine automatische Landmarkerkennung mithilfe von Bilderkennungsalgorithmen fokussieren. Zusätzlich bauen wir neben der Box(Cube)-Funktion, auch eine Kugel (Sphere) ein, um ein besonders komfortables und eingepasstes Einsehen in das CT/MRT-Bild den Ärzten und Chirurgen zu ermöglichen.